FK Hansa Wittstock 1919 e.V.    

5. Spieltag, 12.09.2009

FK Hansa Wittstock vs. Pritzwalker FHV 03

FUSSBALL: Pausenansprache half
Tore: 0:1 Norman Rohde (15.); 1:1 Stefan Wolter (46.); 1:2 Norman Rohde (71.); 1:3 Ronny Wölfel (77.); 2:3 Stefan Wolter (80.); 3:3 Oliver Gießel (Foulelfmeter, 87.) 
Schiedsrichter: Henri Heese (Wustermark)
Zuschauer: 250
Gelbe Karten:
FK Hansa Wittstock: Apitz - Haak, Sasse, Deutschmann, Meier, Strothenk, Braun (Gerlach), Backhaus, Wolter, Gießel, Dannehl (Frenz)
Pritzwalker FHV 03: Bock, Otte, Vogt, Zielasko, Roskot, Reschke (Vierjahn), Kipper, Blumenthal, Pedde, Wölfel, Rohde
 
Hansa Wittstock schafft im Derby gegen Pritzwalk ein 3:3

Wittstock. Die Landesklassenspiele zwischen Wittstock und Pritzwalk haben es immer in sich, auch das Derby am Sonnabend reihte sich da ein. Wittstock schaffte nach einer grottenschlechten Leistung vor der Pause und einem 1.3-Rückstand noch ein 3:3. „Im Endeffekt ein gerechtes Remis, obwohl wir durch zwei klare Abseitstore ins Hintertreffen gerieten“, so Hansa-Coach Jörg Lutter.
Lutter musste Drott und Peter Techen ersetzen, so kam Tino Sasse zu einem Einsatz in der Abwehr.“Es war ein guter Einstand, darauf kann man aufbauen“, sagte Lutter. Der sah in Halbzeit eins eine schwache Leistung seines Teams. Pritzwalk war etwas stärker, vergab durch Wölfel die Führung. Hansa hatte zwar Konterchancen (Stefan Wolter, Silvio Braun), die kamen jedoch mehr durch Zufall zustand. Als dann bei einer Flanke der kleinste Pritzwalker, Normen Rode freistand, köpfte der zum 0:1 ein. „In der Pause gab es eine deftige Ansprache“, berichtete Lutter. Und die zeigte Wirkung, es wurde nun ein echtes Derby mit guten Spielszenen und schönen Torraumszenen. Nach einer tollen Einzelleistung von Mathias Dannehl traf Wolter zum 1:1. Nun drängte Hansa, aber es gelang kein Tor. Durch zwei Abseitstreffer zog Pritzwalk auf 1:3 davon. „Der Schiri verlor seine Linie“, klagte Lutter. Doch sein Team bewies Moral. Erst gelang Wolter das 2:3 (80.). Und als Thomas Frenz regelwidrig gebremst wurde, „das Foul könnte vor dem Strafraum passiert sein“, gibt Lutter zu, traf Gießel per Strafstoß zum 3:3 (87.). Nach einer Halbzeit „Angsthasenfußball“ zeigten beide Teams den 250 Zuschauer eine starke Partie und unterstrichen, dass sie in der Tabelle weit vorn landen könnten.

Quelle: MAZ (Von Roland Möller)
 

FUSSBALL-LANDESKLASSE: Pritzwalk kann Führung nicht nutzen
Wittstocker lassen beim 3:3 eigene Überzahl ungenutzt
WITTSTOCK - Den besseren Start erwischten in diesem Nachbarschaftsderby die Gäste aus der Dömnitzstadt. Bereits nach drei Minuten vergab zunächst Pritzwalks Stürmer Ronny Wölfel die erste gute Tormöglichkeit. Besser machte es sein Sturmpartner Normen Rohde, der eine Eingabe von Tobias Pedde zum 1:0 (15.) für seine Farben einköpfte. In der Folgezeit kamen dann die Wittstocker besser ins Spiel, bissen sich aber immer wieder an der sicher wirkenden Pritzwalker Abwehr die Zähne aus. Wenn die Kicker von Trainer Jörg Lutter dann aber doch eine Lücke fanden, war Pritzwalks Torwart Mario Bock zur Stelle und zeigte sein Können. Erst parierte er gegen Stefan Wolter und dann gegen Silvio Braun. Die Gäste überzeugten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Sie kamen über schnel-le Gegenstöße zu guten Torchancen, die aber vor der Halbzeitpause ohne zählbaren Erfolg blieben. Die Heimelf kam wie ausgewechselt aus der Kabine. Trainer Lutter hatte wohl die richtigen Worte gefunden. Keine 30 Sekunden waren gespielt, da markierte Stefan Wolter nach Zuspiel von Matthias Dannehl den Ausgleich. In dieser Phase der Begegnung offenbarten die Gäste zwar einige Anfälligkeiten. Doch genau in diesem Zeitraum trafen Normen Rohde und Ronny Wölfel (77.) zum 3:1 für die Pritzwalker. Die Emotionen überschlugen sich auf dem Feld, denn die Wittstocker wollten beim 1:2 von Rohde eine klare Abseitsstellung gesehen haben.
Trotz des Zwei-Tore-Rückstandes blieben die Wittstocker spielerisch am Drücker. Sie erarbeiteten sich einige gute Einschussmöglichkeiten, mussten aber bei Kontern der Pritzwalker immer auf der Hut sein. Doch dann waren mit Stefan Wolter und Oliver Gießel auch die gefährlichen Torjäger zur Stelle. Erst Wolter (81.), der völlig ungedeckt vor Bock auftauchte und verkürzte und dann Gießel (83.), der im zweiten Versuch per Foul-Elfmeter ausglich. Besonders bitter in dieser Szene war für die Pritzwalker, dass Mario Bock den ersten Strafstoß parierte, doch Schiedsrichter Henri Heese (Wustermark) diesen wegen zu früher Bewegung des Torwartes wiederholen ließ. Wieder kochten die Emotionen hoch und Heese verteilte die Karten. Besonders bitter traf es die Pritzwalker, die erst Kevin Blumenthal (87.) und dann Wölfel (89.) verloren. Beide Platzverweise waren aus Pritzwalker Sicht vermeidbar. Der bereits vorher verwarnte Blumenthal hatte sich mit Wittstocks Benjamin Deutschmann ein überflüssiges Wortgefecht geliefert und Ronny Wölfel (89.) musste wegen einer Tätlichkeit an Hansa-Torwart Kevin Apitz vom Platz. Bei Wölfels Platzverweis war die Situation bereits wegen einer Abseitsstellung Wölfels abgepfiffen worden, doch der Pritzwalker lief dem Ball dennoch nach, sprang wie Apitz hoch und gab dem Wittstocker dabei einen Ellenbogenschlag. In den letzten Spielminuten verteidigten die Gäste geschickt ihr Tor und sicherten sich so einen Punkt in dem packenden Derby. (Von Mario Warminski)